Lehrer-Pflanzen (Pflanzen der Kraft) 2

Lehrer-Pflanzen (Pflanzen der Kraft) 2


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Warum sie in traditionellen Kulturen als Medizin für ein „unglückliches Leben“ galten

In vielen traditionellen Gesellschaften wurden Krankheiten nicht nur als körperliche Störung verstanden, sondern als Zeichen einer verlorenen Ordnung . Wenn ein Mensch immer wieder Unglück erlebte – körperlich, emotional oder im Lebensweg – sagten Schamanen und Heiler sinngemäß:
„Du weißt schon, was gemeint ist.“
Nicht als Vorwurf, sondern als Hinweis darauf, dass die Ursache tiefer als das Symptom liegt .

Krankheit als Zeichen von Trennung

Aus schamanischer Sicht entsteht Leid häufig dann, wenn ein Mensch:

  • den Kontakt zu sich selbst verliert
  • gegen seinen inneren Rhythmus lebt
  • Dauerhaft unterdrückte Emotionen trägt
  • Seine Rolle im Leben spürt man nicht mehr

Unglück, wiederkehrende Krisen oder innere Leere galten deshalb nicht als Zufall, sondern als Signal , dass etwas Wesentliches nicht mehr stimmig ist.

Lehrer-Pflanzen als Medizin im ursprünglichen Sinn

Lehrer-Pflanzen wurden medizinisch betrachtet – allerdings nicht im heutigen, rein pharmakologischen Sinn. „Medizin“ bedeutete (Der Begriff „Lehrer-Pflanzen“ wird hier sinnbildlich verwendet, um Erfahrungsräume zu beschreiben, nicht um Pflanzen eine handelnde Absicht zuzuschreiben)

  • Wiederherstellung von Ordnung
  • Rückkehr zur eigenen Wahrnehmung
  • Die Erinnerung an das ging verloren

Diese Pflanzen sollten nicht „reparieren“, sondern erkennen lassen . Sie galten als Lehrer, weil sie dem Menschen zeigten:

  • Wo er sich selbst verlassen hat
  • welche Emotionen nicht gelebt wurden
  • wo Angst oder Anpassung das Leben steuern

„Du weißt schon“ – was Schamanen damit meinten

Wenn Schamanen sagten „du weißt schon“ , meinten sie:

  • Die Wahrheit ist nicht unbekannt
  • Sie ist nur verdeckt
  • Der Mensch spürt sie längst, hört aber nicht darauf

Lehrer-Pflanzen wurden eingesetzt, um diese innere Wahrheit wieder zugänglich zu machen – nicht durch Lehre, sondern durch Erfahrung.

Medizin für Bewusstsein, nicht nur für den Körper

Lehrer-Pflanzen wirken auf mehreren Ebenen gleichzeitig:

  • körperlich (Regulation, Entspannung, Aktivierung)
  • emotional (Zugang zu Gefühlen)
  • geistig (neue Perspektiven)
  • sozial (Rückbindung an Gemeinschaft und Verantwortung)

Deshalb wurden sie nie isoliert verwendet, sondern eingebettet in:

  • Rituale
  • Gespräche
  • Zeiten der Stille
  • Phasen der Integration

Ohne diese Einbettung galt ihre Wirkung als unvollständig.

Unglück als Hinweis, nicht als Strafe

Ein zentrales Verständnis war:
Unglück ist keine Strafe , sondern ein Wegweiser.

Wenn ein Mensch immer wieder:

  • in falschen oder verletzenden Beziehungen landet
  • körperliche Beschwerden oder dauerhafte Erschöpfung entwickelt
  • Keine echte Freude mehr empfindet
  • das Gefühl hat, „nicht richtig zu sein“

Dann sah man das als Zeichen, dass die Seele nicht dazugehören wird .

Lehrer-Pflanzen halfen dabei, diese innere Stimme wieder wahrzunehmen – manchmal sanft, manchmal deutlich, aber immer mit dem Ziel der Rückverbindung .

Warum dieses Wissen heute wieder auftaucht

In modernen Gesellschaften wird Leid oft schnell behandelt, aber selten verstanden. Symptome werden bekämpft, während die Ursachen bestehen bleiben:

  • Dauerstress
  • Sinnverlust
  • Trennung von Natur
  • fehlende innere Orientierung

Deshalb tauchen alte Praktiken und Pflanzen heute wieder im Bewusstsein auf – nicht als Rückschritt, sondern als Ergänzung zu einem System, das den Menschen oft nur funktional betrachtet.

Wichtige Einordnung

Diese Sichtweise ersetzt:

  • keine moderne Medizin
  • keine Therapie
  • Keine persönliche Verantwortung

Sie ergänzt eine Dimension, die lange vernachlässigt wurde:
das innere Wissen des Menschen über sein eigenes Leben.

Fazit

Lehrer-Pflanzen wurden von Schamanen und Heilern als Medizin verstanden, weil sie nicht nur Symptome beeinflussten, sondern Sinn, Richtung und Selbstwahrnehmung .

Wenn ein Leben aus dem Gleichgewicht geriet, lautete die Botschaft nicht:
„Du bist kaputt.“

Sondern:

„Du weißt bereits, was nicht stimmt – jetzt erinnerst du dich.“

In diesen Sinne waren Lehrer-Pflanzen nie Fluchtmittel, sondern Werkzeuge der Erinnerung – an das, was ein Mensch im Innersten längst weiß.

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